Gesunde Wurzeln bedeuten starke Pflanzen – und am Ende eine bessere Ernte. Die Wahl der richtigen Erde für Cannabispflanzen entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg beim Indoor-Grow. Wir haben drei beliebte Erdmischungen getestet: BioBizz Light-Mix, Plagron Grow Mix und GRÜNE ERNTE. Dabei haben wir nicht nur auf Wachstum und Ertrag geachtet, sondern auch auf ein Problem, das viele Grower unterschätzen: Schädlinge, die bereits in der Erde lauern können. In diesem Guide erfährst du alles über pH-Werte, Nährstoffe und wie du deine Pflanzen vor Trauermücken schützt.
Warum die richtige Erde die Basis Indoor-Grows ist
Die Cannabis Erde ist mehr als nur ein Platz für die Wurzeln. Sie ist ein lebendiges System, das deine Pflanzen mit Wasser, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Im Boden leben Millionen von Mikroorganismen – kleine Helfer, die organische Stoffe zersetzen und für deine Pflanzen verfügbar machen. Diese winzigen Lebewesen bilden das Bodenmikrobiom, eine Art unsichtbare Fabrik, die rund um die Uhr arbeitet.
Der Sauerstoffgehalt in der Erde ist dabei genauso wichtig wie Wasser. Wurzeln brauchen Luft zum Atmen. Ist die Erde zu dicht oder zu nass, ersticken die Wurzeln buchstäblich. Das merkst du dann an gelben Blättern und schwachem Wachstum. Eine gute Cannabiserde hat deshalb eine lockere Struktur mit vielen kleinen Lufttaschen.
Besonders wichtig beim Indoor-Anbau ist der pH-Wert der Erde. Er sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen. In diesem Bereich können die Wurzeln alle wichtigen Nährstoffe optimal aufnehmen. Liegt der pH-Wert außerhalb dieses Fensters, können bestimmte Nährstoffe nicht mehr gelöst werden – sie sind dann zwar in der Erde vorhanden, aber für die Pflanze nicht erreichbar. Das ist wie ein verschlossener Kühlschrank: Das Essen ist da, aber du kommst nicht ran.
Ein falscher pH-Wert zeigt sich oft durch Mangelerscheinungen. Die Blätter verfärben sich gelb (Stickstoffmangel), bekommen braune Flecken (Kalziummangel) oder violette Stiele (Phosphormangel). Dabei liegt das Problem meist nicht an zu wenig Dünger, sondern am falschen pH-Wert, der die Nährstoffaufnahme blockiert.
Was eine gute Cannabis-Erde auszeichnet
Eine hochwertige Erde für Cannabispflanzen muss mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Sie sollte Wasser speichern können, aber nicht zu viel. Sie muss Nährstoffe liefern, aber nicht überdüngt sein. Und sie sollte locker genug sein, damit die Wurzeln gut wachsen können. Diese Balance zu finden ist nicht einfach, aber es gibt klare Merkmale, an denen du gute Erde erkennst.
Textur & Drainage: Torf, Kokos, Perlit
Die Grundlage fast jeder Cannabis-Erde bildet Torf oder Kokosfaser. Torf speichert viel Wasser und hat von Natur aus einen leicht sauren pH-Wert, der gut zu Cannabis passt. Allerdings kann reiner Torf zu dicht werden und die Wurzeln ersticken. Deshalb mischen die Hersteller andere Materialien dazu.
Kokosfaser ist eine beliebte Alternative zu Torf. Sie stammt aus der Schale von Kokosnüssen und hat einige Vorteile: Sie speichert Wasser gut, bleibt aber luftiger als Torf. Außerdem ist Kokos ein nachwachsender Rohstoff, während Torf aus Mooren stammt, die Tausende Jahre zum Wachsen brauchen.
Perlit ist das dritte wichtige Material. Das sind die kleinen weißen Kügelchen, die du in fast jeder Qualitätserde findest. Perlit ist aufgeblähtes Vulkangestein, das fast kein Wasser speichert, aber für Luftlöcher in der Erde sorgt. Eine gute Mischung enthält etwa 20-30% Perlit. Das sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser schnell abfließt und die Wurzeln genug Sauerstoff bekommen.
Die richtige Drainage erkennst du beim Gießen: Das Wasser sollte innerhalb von 30 Sekunden durch den Topf laufen und unten herauskommen. Bleibt es länger stehen, ist die Erde zu dicht. Läuft es zu schnell durch, speichert die Erde nicht genug Wasser.
Primärnährstoffe (N-P-K) & EC-Wert
Jede Pflanze braucht drei Hauptnährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Auf Düngerpackungen siehst du diese als NPK-Werte, zum Beispiel 12-14-24. Das bedeutet 12% Stickstoff, 14% Phosphor und 24% Kalium. Cannabis braucht in der Wachstumsphase mehr Stickstoff (für grüne Blätter) und in der Blüte mehr Phosphor und Kalium (für dicke Blüten).
Viele Cannabis-Erden sind vorgedüngt, das heißt sie enthalten bereits Nährstoffe für die ersten Wochen. Das ist praktisch für Anfänger, kann aber auch Probleme machen. Junge Pflanzen und Stecklinge vertragen oft keine stark gedüngte Erde – ihre zarten Wurzeln können verbrennen.
Der EC-Wert (elektrische Leitfähigkeit) zeigt dir, wie viele gelöste Salze in der Erde sind. Ein hoher EC-Wert bedeutet viele Nährstoffe. Für Jungpflanzen sollte der EC-Wert unter 1,5 liegen. Ausgewachsene Pflanzen vertragen Werte bis 2,5. Du kannst den EC-Wert mit einem günstigen Messgerät (ab 20 Euro) selbst messen. Dazu mischst du etwas Erde mit destilliertem Wasser und misst die Leitfähigkeit der Flüssigkeit.
Ein zu hoher EC-Wert zeigt sich durch verbrannte Blattspitzen und verlangsamtes Wachstum. Die Pflanze kann dann kein Wasser mehr aufnehmen, weil die Salzkonzentration in der Erde höher ist als in den Wurzeln. Das ist wie wenn du Meerwasser trinkst – es macht dich nur noch durstiger.
Biologische Aktivität – Wurmhumus & Mykorrhiza
Wurmhumus ist der Ferrari unter den organischen Düngern. Es handelt sich um Regenwurmkot, der voller nützlicher Mikroorganismen und Enzyme steckt. Wurmhumus verbessert die Bodenstruktur, puffert den pH-Wert und liefert langsam Nährstoffe. Etwa 10-20% Wurmhumus in der Erdmischung sind ideal.
Mykorrhiza-Pilze sind winzige Helfer, die mit den Wurzeln eine Partnerschaft eingehen. Die Pilzfäden vergrößern die Wurzeloberfläche um das Hundertfache. Dadurch kann die Pflanze viel mehr Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Im Gegenzug bekommt der Pilz Zucker von der Pflanze. Diese Symbiose funktioniert aber nur in organischer Erde – mineralische Dünger töten die Pilze ab.
Eine biologisch aktive Erde riecht angenehm nach Waldboden, nicht nach Chemie oder Fäulnis. Sie fühlt sich krümelig an und klebt nicht zusammen. Wenn du eine Handvoll nimmst und zusammendrückst, sollte sie auseinanderfallen, sobald du die Hand öffnest.
Marktüberblick: Beliebte Erde für Cannabispflanzen
Der Markt für Cannabis Erde hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Neben unseren drei Testkandidaten gibt es viele weitere Produkte, die bei Growern beliebt sind. BioBizz All-Mix ist die stärker gedüngte Variante des Light-Mix und eignet sich für größere Pflanzen. Canna Terra Professional ist eine mineralisch gedüngte Erde mit sehr gleichmäßiger Qualität. Plagron bietet neben dem Grow Mix auch Bat Mix (mit Fledermauskot) und Royal Mix (Premium-Linie) an.
Compo Sana Qualitäts-Blumenerde wird oft als günstige Alternative genannt, ist aber nicht speziell für Cannabis entwickelt. Sie kann funktionieren, braucht aber meist Zusätze wie Perlit und hat oft einen zu hohen pH-Wert. Gold Label Special Mix und Atami Kilomix sind Profi-Substrate, die besonders in Holland beliebt sind.
Die Preise variieren stark: Einfache Erde kostet 5-10 Euro pro 50 Liter, Premium-Mischungen können 20-30 Euro kosten. Der Preis sagt aber nicht alles über die Qualität aus. Wichtiger sind die richtigen Inhaltsstoffe und ein passender pH-Wert für deine Anbaumethode.
Praxistest: Drei Erden im Detail
Wir haben drei verschiedene Erden über eine komplette Growrunde getestet. Dabei haben wir identische Stecklinge der Sorte White Widow verwendet, um faire Bedingungen zu schaffen. Alle Pflanzen bekamen das gleiche Licht (600W LED), die gleiche Temperatur (24°C) und wurden mit dem gleichen Wasser gegossen. Nur die Erde war unterschiedlich. Die Ergebnisse haben uns teilweise überrascht.
Growkingz BioBizz Light-Mix (Erfahrungsbericht)
Der BioBizz Light-Mix ist eine leicht vorgedüngte organische Mischung aus Hochmoortorf und Perlit. Mit einem pH-Wert von 6,2 und einem EC-Wert von 1,2 liegt er im optimalen Bereich für Cannabis. Die Erde enthält keine mineralischen Salze, sondern nur organische Nährstoffe. Das macht sie besonders schonend für Keimlinge und Stecklinge.
In unserem Test zeigten die Pflanzen im Light-Mix das gleichmäßigste Wachstum. Die ersten zwei Wochen entwickelten sich die Stecklinge ohne zusätzlichen Dünger prächtig. Ab Woche drei haben wir mit halber Düngerdosis begonnen. Die lockere Struktur der Erde blieb über die gesamte Zeit erhalten – auch nach mehreren Monaten wurde sie nicht zu dicht.
Besonders gut gefallen hat uns die Wasserspeicherung. Der Light-Mix hält Feuchtigkeit gut, ohne dabei zu nass zu werden. Bei unseren Tests mussten wir nur alle 3-4 Tage gießen. Die Drainage funktionierte einwandfrei – überschüssiges Wasser lief schnell ab, ohne Staunässe zu bilden.
Ein kleiner Nachteil: Der Light-Mix ist wirklich nur leicht vorgedüngt. Große, hungrige Pflanzen brauchen schnell zusätzliche Nährstoffe. Für Anfänger ist das aber eher ein Vorteil, weil Überdüngung damit fast unmöglich wird.
Eigenschaft | BioBizz Light-Mix |
---|---|
pH-Wert | 6,2 |
EC-Wert | 1,2 |
Vorgedüngt für | 2 Wochen |
Hauptbestandteile | Hochmoortorf, Perlit |
Preis pro 50L | 12-15 Euro |
Eignung | Keimlinge, Stecklinge, Bio-Anbau |
Plagron Grow Mix (Erfahrungsbericht)
Der Plagron Grow Mix basiert ebenfalls auf Torf, enthält aber zusätzlich Perlit und Wurmhumus. Die Vordüngung mit NPK 12-14-24 reicht laut Hersteller für drei Wochen. Der pH-Wert liegt zwischen 5,7 und 6,7 – eine recht große Spanne. In unserem Test lag er bei 6,3, also im guten Bereich.
Die Pflanzen im Grow Mix starteten sehr kräftig. Das satte Grün der Blätter zeigte, dass genug Stickstoff vorhanden war. Nach drei Wochen begannen die unteren Blätter leicht zu vergilben – ein Zeichen, dass die Vordüngung aufgebraucht war. Ab diesem Zeitpunkt haben wir mit mineralischem Dünger nachgedüngt.
Die Struktur des Grow Mix ist etwas dichter als beim Light-Mix. Das merkten wir beim Gießen – das Wasser brauchte länger, um durchzulaufen. Dafür hielt die Erde die Feuchtigkeit auch länger. Wir mussten nur alle 4-5 Tage gießen. Der Wurmhumus-Anteil sorgte für eine gute biologische Aktivität. Die Wurzeln entwickelten sich kräftig und füllten die Töpfe gut aus.
Für die Blütephase mussten wir kräftig nachdüngen. Die Grundversorgung des Grow Mix reicht nicht für dicke Blüten. Mit zusätzlichem Blütedünger (EC 2,0) erreichten wir aber sehr gute Erträge. Die Endausbeute lag etwa 10% über dem Light-Mix.
Eigenschaft | Plagron Grow Mix |
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pH-Wert | 5,7-6,7 |
EC-Wert | 1,8-2,2 |
Vorgedüngt für | 3 Wochen |
NPK-Werte | 12-14-24 |
Hauptbestandteile | Torf, Perlit, Wurmhumus |
Preis pro 50L | 13-16 Euro |
Eignung | Wachstum, Anfänger, Mineralischer Anbau |
GRÜNE ERNTE 60 L (Erfahrungsbericht)
Die GRÜNE ERNTE Erde zeigte anfangs gutes Wachstum. Die Pflanzen entwickelten sich die ersten Wochen normal. Dann bemerkten wir kleine schwarze Fliegen um die Töpfe – Trauermücken. Bei genauerer Untersuchung fanden wir Larven in der Erde. Diese kleinen weißen Würmer mit schwarzem Kopf fressen an den Wurzeln und können junge Pflanzen stark schädigen.
Das Problem: Die Eier der Trauermücken waren offenbar bereits in der Erde. Das muss kein Lagerfehler sein – Trauermücken legen ihre Eier in feuchte Erde, und das kann schon beim Hersteller passieren. Einmal im Growroom, vermehren sie sich explosionsartig. Jedes Weibchen legt bis zu 200 Eier, die sich binnen vier Wochen zu neuen Fliegen entwickeln.
Wir konnten die Plage mit Nematoden (winzige Fadenwürmer, die die Larven fressen) in den Griff bekommen. Die Pflanzen erholten sich, blieben aber im Wachstum zurück. Die Erdstruktur selbst war in Ordnung – locker, gute Drainage, angenehmer Geruch. Aber der Schädlingsbefall macht diese Erde für uns zum Risiko.
Trauermücken sind ein häufiges Problem beim Cannabis-Anbau. Die erwachsenen Fliegen sind hauptsächlich lästig, aber die Larven können echten Schaden anrichten. Sie fressen die feinen Haarwurzeln, wodurch die Pflanze schlechter Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Bei starkem Befall können Jungpflanzen sogar eingehen.
So verhinderst du Fliegen- & Larvenbefall in Cannabis-Erde
Schädlinge in der Erde für Cannabispflanzen sind ein vermeidbares Problem. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kannst du Trauermücken und andere Plagegeister fernhalten. Die wichtigste Regel: Behandle jede neue Erde so, als könnte sie kontaminiert sein.
Eine effektive Methode ist das Einfrieren der Erde. Pack die Erde in Müllsäcke und leg sie für 48 Stunden in die Gefriertruhe. Die Kälte tötet Eier und Larven zuverlässig ab. Alternativ kannst du die Erde im Backofen sterilisieren. Verteile sie auf Backblechen und erhitze sie 30 Minuten bei 80°C. Dabei sterben nicht nur Schädlinge, sondern leider auch nützliche Mikroorganismen.
Eine einfache Vorbeugung: Deck die obersten 2 cm der Erde mit Sand oder Perlit ab. Trauermücken legen ihre Eier nur in feuchte Erde. Die trockene Schicht verhindert die Eiablage. Außerdem hilft es, sparsamer zu gießen. Lass die oberste Erdschicht zwischen den Gießvorgängen abtrocknen.
Gelbtafeln sind klebrige gelbe Kärtchen, die du in die Töpfe steckst. Die erwachsenen Trauermücken fliegen darauf und bleiben kleben. So erkennst du einen Befall früh und reduzierst die Population. Gelbtafeln kosten wenig und halten monatelang.
Bei akutem Befall helfen Nematoden der Art Steinernema feltiae. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer kannst du online bestellen. Du mischst sie mit Wasser und gießt damit die Erde. Die Nematoden dringen in die Larven ein und töten sie. Für Menschen und Pflanzen sind sie völlig harmlos. Nach etwa zwei Wochen ist der Spuk vorbei.
Neemöl ist ein weiteres natürliches Mittel. Misch 5ml Neemöl mit einem Liter Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel (als Emulgator). Gieße damit die Erde. Das Neemöl stört die Entwicklung der Larven. Allerdings riecht es etwas streng.
Methode | Wirkung gegen | Aufwand | Kosten |
---|---|---|---|
Einfrieren (48h) | Eier, Larven | Mittel | Keine |
Backofen (80°C, 30min) | Alle Schädlinge | Hoch | Stromkosten |
Sand/Perlit-Schicht | Eiablage | Gering | 2-3 Euro |
Gelbtafeln | Erwachsene Fliegen | Gering | 5-10 Euro |
Nematoden | Larven | Gering | 10-15 Euro |
Neemöl | Larven | Mittel | 10-20 Euro |
FAQ: Häufige Fragen zur Cannabis-Erde
Viele Grower haben ähnliche Fragen zur richtigen Erde. Hier findest du Antworten auf die häufigsten Probleme und Unsicherheiten.
Normale Blumenerde geht zur Not, ist aber nicht optimal. Sie hat oft einen zu hohen pH-Wert (über 7,0) und enthält zu wenig Perlit für gute Drainage. Wenn du Baumarkt-Erde verwendest, misch mindestens 20% Perlit dazu und prüfe den pH-Wert. Achte auf Erde ohne Torfersatzstoffe wie Holzfasern – diese zersetzen sich und entziehen dabei Stickstoff.
Du brauchst ein EC-Messgerät (ab 20 Euro) und destilliertes Wasser. Misch einen Teil Erde mit zwei Teilen destilliertem Wasser. Rühr gut um und lass es 30 Minuten stehen. Dann misst du die Flüssigkeit. Der Wert sollte zwischen 1,0 und 2,5 liegen. Höhere Werte bedeuten zu viele Salze – spül die Erde mit klarem Wasser durch.
Weißer Flaum auf der Erde ist meist harmloser Mineralschimmel. Er entsteht bei zu viel Feuchtigkeit und schadet den Pflanzen nicht. Kratze die oberste Schicht ab und gieße weniger. Sorge für bessere Luftzirkulation mit einem Ventilator. Grüner oder schwarzer Schimmel ist problematischer – hier hilft oft nur Umtopfen in frische Erde.
Starte mit kleinen Töpfen (0,5-1 Liter) für Stecklinge. Nach 2-3 Wochen topfst du in 5-7 Liter Töpfe um. Für die Blüte reichen 11-15 Liter. Größere Töpfe bedeuten nicht automatisch größere Pflanzen – die Wurzeln müssen den Raum auch ausfüllen können. Als Faustregel: Pro 30cm Pflanzenhöhe brauchst du etwa 5 Liter Topfvolumen.
Ja, aber mit Vorbereitung. Entferne alle alten Wurzeln und lockere die Erde auf. Misch 20% frischen Kompost oder Wurmhumus dazu. Der pH-Wert muss stimmen – alte Erde wird oft zu sauer. Mit etwas Kalk kannst du den pH-Wert anheben. Prüfe auf Schädlinge und behandle die Erde vorbeugend. Viele Profis verwenden Erde nur einmal, um Probleme zu vermeiden.
Gelbe Blätter trotz Düngung deuten oft auf einen falschen pH-Wert hin. Miss den pH-Wert deines Gießwassers und der Erde. Bei zu hohem pH (über 7,0) kann die Pflanze kein Eisen aufnehmen – die Blätter werden gelb mit grünen Adern. Bei zu niedrigem pH (unter 5,5) gibt es Probleme mit Kalzium und Magnesium. Justiere den pH-Wert mit pH-Plus oder pH-Minus Lösungen.
Fazit & Handlungsempfehlung
Nach unserem ausführlichen Test können wir sowohl den BioBizz Light-Mix als auch den Plagron Grow Mix empfehlen. Beide Erden lieferten stabile Ergebnisse ohne böse Überraschungen. Der Light-Mix eignet sich besonders für Bio-Grower und Anfänger, die Überdüngung vermeiden wollen. Der Grow Mix ist ideal, wenn du mit mineralischen Düngern arbeitest und maximale Erträge anstrebst.
Die GRÜNE ERNTE Erde würden wir nur mit Vorsicht empfehlen. Die Erdqualität selbst ist in Ordnung, aber das Risiko eines Schädlingsbefalls ist uns zu hoch. Wenn du diese Erde verwendest, behandle sie unbedingt vor Gebrauch gegen mögliche Schädlinge.
Für Einsteiger empfehlen wir den BioBizz Light-Mix. Er verzeiht Fehler beim Gießen und Düngen. Starte mit kleinen Töpfen und topfe rechtzeitig um. Investiere in ein pH-Messgerät – es kostet wenig und erspart dir viele Probleme. Achte auf Anzeichen von Schädlingen und reagiere schnell.
Profis, die ihre Erträge maximieren wollen, fahren mit dem Plagron Grow Mix gut. Die stärkere Vordüngung spart Zeit in der Wachstumsphase. In der Blüte musst du aber gezielt nachdüngen. Mit einem EC-Messgerät behältst du die Salzkonzentration im Blick.
Egal welche Erde du wählst: Die Basis für gesunde Pflanzen ist immer die gleiche. Der pH-Wert muss stimmen, die Drainage funktionieren und die Biologie aktiv sein. Mit der richtigen Cannabis Erde legst du den Grundstein für eine erfolgreiche Ernte. Gesunde Wurzeln bedeuten starke Pflanzen – und am Ende dicke, harzige Blüten.